Vereinschronik 1960 - 1969
1960
Die Veranstaltungen wie das Sommersportfest auf dem Turnvater-Jahn-Sportplatz, bei dem für 190 DM die Kapelle Lüdecke aus Steyerberg spielte, sowie das Kappenfest in der Gaststätte Brinkhof in Bühren waren wieder einmal sehr gut besucht.
Der Zaun des Sportplatzes wurde erneuert. Die Holzfäller erhielten eine Aufwandsentschädigung in Form von Bier für 12 DM. Herman Holdt erhielt 10 DM für das Schälen der Langhölzer, und von Firma Baade in Liebenau wurde für 5,85 DM Karbolineum zum Pinseln gekauft. Paul Heberlein wurde mit 16 Stimmen Vorsitzender.
1961
Die Theatergruppe des SJB Binnen spielte in Binnen auf der Diele bei Hattendorf, in Bühren auf dem Saal der Gaststätte Brinkhof und in Glissen auf dem Saal der Gaststätte Knipping.
Am 31.12.1961 kaufte der SJB für 150 DM einen kompletten Billardtisch, der in der Binner Dorfschule seinen Platz fand. Einige Sportfreunde des Bundeswehr Munitionsdepots aus Liebenau wurden in den Verein aufgenommen.
1962
Die Mitglieder des SJB Binnen betrieben in den Sommermonaten weiterhin Turn- und Handball-sport. Im Winterhalbjahr wurde jedoch Theater gespielt. Bei der Firma Buchholz in Liebenau gab es für 11,60 DM Kohlen, um den Kirchengemeindesaal im Winter für das Üben der Theater- und die Tischtennisspieler heizen zu können.
Am 16.08.1962 kaufte der SJB vom Schützenverein ein gebrauchtes Luftgewehr.
Somit konnten die Vereinsmitglieder neben dem Sport auch weiterhin das
Schießen auf dem Sportplatz üben.
Walter Milius avancierte zum ersten Binner Schiedsrichter und erhielt vom Verein
für 80 Pfennig eine Trillerpfeife.
Seine Fahrten zu den Handballspielen im gesamten Kreis Nienburg legte er fast ausschließlich mit dem Fahrrad zurück. Bei weiteren Strecken wurde er oft von seinem Freund Ernst Holdt zu den Spielen gefahren. Die damalige Schiedsrichtervergütung ging dann an den Chauffeur für das Benzin.
Am 31.12.1962 fand das erste Hallenhandballturnier des Kreises Nienburg statt. Die neue Sporthalle des Holtorfer SV war jedoch für das Aufstellen von Toren in der Länge zu klein. So hatte man nachträglich 20 cm tiefe Löcher in der Größe eines Handballtores in die Stirnwände geschlagen und mit Farbe die Umrisse eines Tores aufgezeichnet. Torwart Werner Schäfer berichtete, dass bei besonders harten Torwürfen der Torwart schnell in Deckung gehen musste, um nicht vom Abpraller erschossen zu werden. Nicht selten flogen diese Abpraller bis in den gegnerischen Wurfkreis zurück.
Das Startgeld dieses Silversterturniers, von dem dann auch der Schiedsrichter bezahlt wurde, betrug damals bereits 10 DM.
1963
Durch die Kontakte des ehemaligen 1. Vorsitzenden Horstmar Schulze,
der in Steyerberg wohnte, erhielten die Binner Handballer im Winterhalbjahr eine Trainingszeit in der Sporthalle in Steyerberg.
Gemeinsam mit den Binner Sportlern übte die neu gegründete Steyerberger Handballmannschaft unter der Regie von Trainer Walter Milius.
Die Gemeinde Steyerberg berechnete 30 DM Hallenmiete für den Zeitraum
November 1962 bis Januar 1963.
Die Versammlungen und Mannschaftstreffen des SJB Binnen fanden in der Vereinsgaststätte Hattendorf statt. Um auch die zweite Binner Gastwirtschaft zu fördern, fand ein vom Verein für 33 DM finanziertes gemeinsames Essen der Handballer in der Gaststätte Laue (heute Pöttker) in Binnen statt.
1964
Der Großteil der Binner Herrenmannschaft um Werner Schäfer, Werner Knoop, Rolf Schwecke und Udo Montag wurden zum Wehrdienst einberufen. Alfred Kauffeldt rekrutierte daher eine Mannschaft, die fast ausschließlich aus Soldaten des Munitionsdepots aus Liebenau bestand. Durch die guten Kontakte zu einer ebenfalls in Liebenau stationierten holländischen Einheit gelangten die Binner Handballer mit einem holländischen Militärbus zu den Auswärtsspielen.
1965
Nach Beendigung des Wehrdienstes eines Großteils der Binner Handballer
formierte sich die SJB- Mannschaft erneut. Zum Binner Sportfest wurden
viele Vereine des Kreises Nienburg und der Nachbarkreise eingeladen.
Auf Grund der zahlreichen Anmeldungen der teilnehmenden Mannschaften
entschlossen sich die SJB-Verantwortlichen, ein zweites Spielfeld herzurichten.
Raupenfahrer Heinrich Schröder ebnete gegen eine Entschädigung
von 7,40 DM den Sandbruch zwischen dem Friedhof und dem Kriegerdenkmal
zu einem Handballspielfeld. Das Wetter war extrem heiß, und die Spieler
schwitzen fürchterlich in dem sonnenbestrahlten Sandkessel.
Da auch die weiten Wege zwischen dem Spielfeld in der Sandgrube und auf dem Sportplatz organisatorisch schwierig waren, erfuhr ein solches Turnier im Sandbruch
keine Wiederholung in den Folgejahren.
Im Winterhalbjahr ging es weiterhin zum Trainingsbetrieb in die Sporthalle Steyerberg.
Für die Hallenreinigung und Heizkosten mussten 70 DM bezahlt werden.
1966
Viele Sportler des Bundeswehrstandortes Liebenau schlossen sich den SJB-Handballern an. Feldwebel Möller vom Munitionsdepot 5/12 organisierte auf dem Sportplatz im Kasernengelände ein Handballturnier. Da auch eine Handballmannschaft aus dem englischen Pine-Wood-Camp teilnahm, wurden die dort angebotenen Duschgelegenheiten gern in Anspruch genommen.
1967
Der Handballkreis Nienburg schloss sich der Handballkreisspielgemeinschaft Deister-Schaumburg-Leine an. Zu den in Turnierform stattfindenden Hallen-Meisterschaftsspielen hatten die Mannschaften jeweils ein Startgeld zu entrichten. Am 14.11.1967 spielten die Binner Handballer für ein Startgeld von 13, 80 DM erstmalig in Bad Nenndorf.
Da beim SJB Binnen der Theaterspielbetrieb bereits seit mehren Jahren zum Erliegen
kam, gründete sich der eigenständige Theaterverein „Binnen und Buten“
1968
Die Binner Frauenhandballmannschaft spielte in den vergangenen Jahren regelmäßig bei Freundschaftsturnieren der Nachbarvereine. Da die jungen Damen jetzt überwiegend familiären Interessen folgten, war ein Handballspielbetrieb nicht mehr möglich. So war fortan auf Grund der geringeren Spieleranzahl nur noch eine Teilnahme an Völkerballturnieren möglich.
Im Kassenbuch ist eine Erstattung von 9,90 DM für eine beim Handball zerschossene
Brille für Manfred Heinemann vermerkt.
1969
Durch berufliche Kontakte der Binner Handballer zum TSV Loccum entstand eine
enge freundschaftliche Verbindung. Walter Milius und Alfred Kauffeld leisteten sozusagen Entwicklungsarbeit und unterstützten den TSV Loccum beim Aufbau einer eigenen Handballmannschaft. Die engen Verbindungen mit den damaligen
TSV-Aktiven Klaus Ludwig und Reiner Dahl wurden über Jahre hinaus auf Freundschaftsturnieren gepflegt.
Günther Wolff wurde (6 Stimmen) vor Gerhard Hattendorf (5 Stimmen)
zum Kulturwart gewählt.