Vereinschronik 1947-1959

1947 bis 1952

 

Nach dem Kriegsende verschlug es viele Flüchtlinge nach Binnen.

Der Volksschullehrer Koch scharte die Jugendlichen um sich,

um gemeinsam zu wandern, zu singen und Theater zu spielen.

 

1952 bis 1955

 

Der Jugendbund Binnen wurde mit 46 Mitgliedern gegründet.

Der Verein organisierte fortan das gemeinsame Singen und Theaterspielen.

 

 

1955

 

Auf Grund der sportlichen Betätigungen und der Förderungsmöglichkeiten durch den Kreissportbund wurde aus dem Jugendbund Binnen der Sport- und Jugendbund Binnen gegründet. Eine Spendensammlung im Dorf anlässlich der Vereinsgründung des Sport- und Jugendbund Binnen erbrachte 73,20 DM.

Es erfolgte der Aufbau einer Volkstanzgruppe, und auf dem neuen Turnvater-Jahn-Sportplatz an der Dorfschule fand das 1. Sommersportfest statt. Neben der Sportabzeichenabnahme wurde auch der Handballsport ins Leben gerufen.

Der erste Satz Vereinssporttrikots kostete 129,60 DM.

 

1956

 

Die Gaststätte Brinkhof in Bühren erlebte im Herbst erstmalig einen „Bunten Abend“. Das Vereinsmitglied Helmut Berner, bekannt als „Helmut von der Aue“, unterhielt die Vereinsmitglieder mit lustigen Sketchen und Parodien. Für seine Darbietungen erhielt der „Künstler“ ein Honorar von 33,95 DM. Neben Tanz und Unterhaltung wurden die schönsten Kostüme mit Faschingsorden prämiiert und eine Tombola veranstaltet. Musikalisch sorgte ein weiterer Hobby-Künstler für Unterhaltung: Die Ein-Mann-Kapelle „Bimm-Bamm-Bulla“ aus Anemolter, die drei Instrumente gleichzeitig bediente. Am 28.04.56 wurden die ersten 30 Handball-Spielerpässe für 1,20 DM gekauft. Außerdem ein Federballspiel für 21,40 DM sowie Tischtennisschläger und ein in Verden bestellter Handball, der damals für 49,25 DM zuzüglich 25 Pfennig Porto per Post zugeschickt wurde. Selbstgebaute Tischtennisplatten zierten das Dorfschulgebäude (heutiger Kindergarten), während Federball und Handball auf dem Sportplatz gespielt wurde. Der SJB Binnen beteiligte sich mit 20 DM beim Schützenverein am Kauf einer Luftsportbüchse, mit der die SJB- Mitglieder auf dem Turnvater-Jahn-Sportplatz auf selbstgefertigte Pappscheiben schossen.

 

Am 30.04.1956 hatte der SJB 4,73 DM Einnahmen durch die Abnahme und den Verkauf von Schwimmerpässen. Die Jugendlichen um Walter Milius und Karl Heinz Grote errangen ihren Frei- und Fahrtenschwimmpass am damaligen Wehr an der ursprünglichen alten Binner Aue- Brücke.

Der erste heute noch gut erhaltene SJB-Vereinswimpel wurde für 25 DM von der Stickerei Krohn hergestellt.

 

1957

 

Ab 01.01.1957 betrug der Mitgliedsbeitrag 50 Pfennige. Berufstätige im Alter über 18 Jahre mit eigenem Einkommen zahlten 1 DM.

Die kulturellen und sportliche Betätigungen im SJB Binnen gerieten zu alljährlichen Höhepunkten des Dorfgeschehens. Die Handballmannschaft nahm bereits an mehreren Turnierspieltagen in Holtorf teil.

Da keiner der Spieler ein Auto besaß, wurden Autobesitzer oder Firmenfahrzeuge aus dem benachbarten Lemke und Marklohe zu drei Turnierspielen nach Holtorf eingesetzt. Die Fahrkosten der Chauffeure K. Fricke aus Marklohe und G. Lindner aus Lemke betrugen damals bereits insgesamt 54,50 DM.

 

Der Handballkreisfachverbandes Nienburg wählte unseren Walter Milius zum ersten Sportwart.

Der erste Vereins-Mitgliedsbeitrag beim Kreissportbund Nienburg betrug 10 DM.

Am 24.02.1957 erwarb der Verein einen Karambolage-Billard-Tisch für 45,35 DM. Der Tisch fand seinen Platz im Dorfschulgebäude. Schüler und Erwachsene nutzten ihn.

 

1958

 

Die Kapelle Lüdecke aus Steyerberg spielte für ein Honorar von 170 DM

auf dem SJB–Sommersportfest.

Der Binner Frauenhandball gründete sich. Sportliche junge Frauen wollten sich mit den Nachbarvereinen auf Freundschaftsturnieren messen. Zu den ersten Damenhandballern gehörten Ursel Häßner (heute Baumgärtner), Amanda Kammann (heute Jürgens), Christa Richelmann (heute Lemp), Hermine Milius und Irene Oltmann (heute Draheim).

Walter Milius berichtete von einem ihm als Sportwart besonders positiv in Erinnerung gebliebenem Erlebnis im Damenhandball:

Während eines Punktspiels in Nienburg zwischen der starken Damenmannschaft des ATSV Nienburg gegen den TV Mehlbergen stürmte eine besonders schnelle Spielerin per Tempogegenstoß auf das gegnerische Tor. Eine Gegenspielerin an der Mittellinie packte rüde in das Trikot der Nienburger Spielerin und zerriss es vollständig. Da die engagierte Spielerin sich freikämpfen konnte und mit dam Ball ihren Lauf auf das Mehlberger Tor fortsetzte, ließ der Schiedsrichter den Vorteil weiterlaufen. Die gänzlich nur noch mit einer Turnhose bekleidete Spielerin stürmte weiter und warf den Ball ins Tor. Erst nach dem erzielten Tor und unter großem Jubel der Zuschauer begab sich die junge Spielerin in den Auswechselraum, um sich neu zu bekleiden.

 

1959

 

Zu den Turnierspielen wurden erstmalig Schiedsrichterkosten erhoben.

Am 12.07.1959 musste der SJB Binnen 2,20 DM für die Punktspiele bezahlen.

Der Beitrag für den Handballkreisfachverband betrug 6 DM, und ein neuer Handball der Firma Leiding aus Liebenau kostete 32 DM.

Als Vereinsbeitrag an den Kreissportbund waren bereits 58,30 DM fällig.

 



Termine Gemeinde Binnen

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